So 06.12., 14:00: Ikebana Workshop mit Lehrerin Chaoyu Du

Es ist Winter, doch verzaubern die herbstlichen Farben der Pflanzenwelt uns immer noch. Diese Schönheit zu erfahren und sie nach den Regeln der Kunst zu formen ist Inhalt des Ikebana Workshops am Sonntag 06.12.2020 ab 14.00: Die diplomierte Lehrerin und Instruktorin dritten Grades des Ikenobo Swiss Chapters Chaoyu Du führt uns ins Ikebana Ikenobo ein, die ursprüngliche Schule des japanischen Blumenarrangierens.

Ein paar Gartenblumen werden zur Verfügung stehen; doch die meisten Pflanzen, Beeren, Zweige und Hölzer sammeln wir vorgängig im (leider kaputtgeschnittenen) Zauberwald und am immer noch naturnahen Katzenbach; gute Schuhe werden empfohlen. Bei feinem chinesischem Tee führt uns Chaoyu danach im Co-Working Space des Containers in die Kunst des Ikebana Ikenobo ein und gestaltet ein traditionelles Shoka sowie ein freies Arrangement. Nun sind wir bereit mit professioneller Hilfe von Chaoyu ein eigenes freies Arrangement zu kreieren.

Bitte nimm deine Lieblingsvase mit! Ein paar Ikebana-Scheren stehen zur Verfügung. Es wäre aber gut, wenn du eine kleine Schere (z.B. Fussnagel-Schere) für die Blätter und einen Clipper für die Stengel/Äste mitnehmen könntest.

Die Sicherheitsabstände können eingehalten werden; Masken werden empfohlen. Der Workshop wird auf 10 Teilnehmer/innen beschränkt.

Ablauf:

14:00 Besammlung beim Container (tramseits); Spaziergang und Sammeln der Pflanzen
15:00 Einführung ins Ikebana Ikenobo; traditionelles Shoka sowie ein freies Arrangement von Chaoyu
15:45 Eigenes Arrangement
ca. 17:30 Ende des Workshops

Der Workshop kostet 25.- und wird ab sechs Besucher/innen durchgeführt
Bitte melde dich an unter vereinwunderkammer@gmail.com

Einige Informationen zu Chaoyu:
www.ikenobo.ch/lehrerinnen
https://www.piwox.com/user/chaoyudu/4362034923 (eigene Arrangements)

Zu Ikebana Ikenobo:
http://www.ikenobo.jp/english/
https://www.youtube.com/user/ikenobo550/videos

Die ganze Geschichte der Pavillon-Zerstörung

Es hat wahnsinnig weh getan, die Geschichte der Pavillon-Zerstörung für den Master Dialog „Sichtbarkeit partizipativer Projekte“ aufzuarbeiten. Nach Wochen unbeschreiblicher Aggression und Trauer hab ich dennoch für den Workshop der Hochschule Luzern die ganzen Hintergründe – Konzepte, e-mails, Medien, Dokumentation etc. – zu einer Präsentation verarbeitet. In 13 Minuten erfährst du also alles über die Unsichtbarmachung von Autorschaft, Wertschöpfung, Investitionen und Werk der Wunderkammer: https://youtu.be/MH0RAHgl_FI
Pavillon Crowdfunding Film 2018: https://youtu.be/aGSz7upyWYI

Der Pavillon ist zerstört

Donnerstag im wörtlichen Morgengrauen: Der Pavillon ist zerstört. Dies nachdem das Finanzdepartement Zürich (Liegenschaftenverwaltung) am Montag Christian vom Grubenacker nebenan eine Antwort auf den Offenen Brief geschickt hatte. Dann ging alles schnell: Am Mittwoch kamen die Holzbauer und schnitten unser Baby mit Kettensägen auseinander.

Nein, die Verantwortlichen haben keinen Plan, was hier geschehen soll – Abbruch auf Vorrat. Und nein: Wir wurden nicht informiert, wann der schreckliche Moment stattfinden soll – ist ja einfacher, wenn die elenden Erbauer/innen nicht zugegen sind. Unser eigenes Material verschenkte die Raumbörse grosszügig an andere und schloss sich auch – schwupps – an unsere Strominfrastruktur an. Die Wunderkammer ist ja bekanntlich für die Stadt Zürich ein Selbstbedienungsladen, also solange es um unsere Werte, Leistungen und Werke geht.

Und hier für die Heimweh-Wunderkammerianer/innen ein paar Bilder vom Aufbau des Pavillons:

Rest In Peace.

Viel Diskussion rund um den Pavillon

So wollen wir den Pavillon!

Tele Z war nach dem Zürcher Unterländer das zweite Medium, das zum Pavillon berichtete:

https://www.zuonline.ch/der-holzpavillon-im-glattpark…
https://www.telez.ch/https-www-telez-ch-tele-z-aktuell…/

Bottom line:
– Urban Husi von der Jungen SVP Opfikon hat nach eigener Aussage offenbar nichts mit dem Rückbau des Pavillons zu tun. Mit dem Lostreten seiner Kampagne nach dem Richten des Pavillons wohl auch nicht.
– Die Raumbörse meint, sie habe eine „breite Trägerschaft“ aufgebaut (die gut bezahlten Sozis der Soziokultur Opfikon und Zürich) und Beteiligung ermöglicht 🤣
– Die Raumbörse meint, sie informiere transparent 😂🤣 (damit meinte ich nun nicht einen Austausch…)
– Die Stadt habe nun sechs Monate Zeit, eine Antwort zur Petition zu geben; den Rückbau haben sie auf Ende Monat geplant.
– Die Raumbörse versichert auch, dass sie mit den laufenden Vorbereitungen für den Abbruch dem politischen Prozess nicht vorgreifen wollen 😂🤣👍

Eine wirklich peinliche Tragikomödie mit verheerenden Folgen.

Vorausgehend hatte die medieneigene Petitionsplattform petitio.ch die Petition für den Erhalt des Pavillons an das Präsidialdepartement von Corine Mauch geschickt. In der Stadtratssitzung vom 30.09.2020 wurde deren Beantwortung ans Finanzdepartement delegiert, dem die Liegenschaftenverwaltung angegliedert ist. Der offene Brief an die Stadtpräsidentin und oberste Kulturchefin ging am 02.10.2020 an Corine Mauch. Eine Antwort ist ausstehend, doch wird sich Frau Mauch wohl nicht vor dem Finanzdepartement zum Pavillon äussern. Das kann dauern…

Petition: https://www.petitio.ch/petitions/16cGR
Offener Brief: https://wunderkammerglattpark.files.wordpress.com/2020/09/2020.09.24-offener-brief-an-corine-mauch.pdf