Sa 19.09., 20:00: sframe und Jedan Nula (Elektronik)

Nach dem gestrigen fröhlichen Pop-Abend werden wir schon fast wieder seriös und bringen elaborierte Elektronik auf die Bühne. Zwei Zürcher Formationen, Jedan Nula und sframe, spielen ab 20:00 mit der Unberechenbarkeit von analog modular Synthies und einem selber geschriebenen Computer-Programm, das sich permanent verselbständigt und fast nicht zu kontrollieren ist. Also zweimal elektronische extreme Impro sozusagen.

Jedan Nula – auf Serbo-Kroatisch Eins Null – ist Programm: Marcus Mäder, Tobias Gerber und Ken Gubler spielen auf analog-modular Synthesizern wie sie vor dem digitalen Zeitalter in Gebrauch waren. Wenig ist planbar während ihren „Sessions“, da Klang und Tempo nicht gespeichert und abgerufen werden können. So entstehen aus dem Moment flüchtige Klangstrukturen, antithetisch modelliert vom jeweils unterschiedlichen musikalischen Hintergrund der Musiker.
Das Experimental-Duo sframe verbindet den verkabelten Kontrabass mit ihrem selbst geschriebenen Computerprogramm und viel Elektronik. Es entstehen bequeme Schallmöbel, die B* mit der gefilmten Hand und B** mit den tiefen Saiten hervorimprovisieren.
Dazu gesellt sich B*** mit mehr oder weniger beruhigenden Projektionen.

Nach dem Konzert spielt Marcus Mäder vom domizil-Label feinste Experimental-Elektronik ab Konserve, zusammen mit einem weiteren Überraschungs-DJ aus der Nachbarschaft.

Vorher gehst du dich am besten mit den Pizzas vom Pizza-Mobil im Grubenacker stärken… mmmm… https://zürinord.org/home/sept-kdf-2020

Do 17.09. ab 19.30: Sporthorses / Casiofieber (Elektro-Pop)

 

Pop – selber gebastelt! Morgen Donnerstag wird es in der Wunderkammer richtig tanzbar. Die Sporthorses kommen mit ihrer Guggenheim Box voller Lichtschranken, Sensoren und Elektronik und machen damit – Techno! Eine sportliche Angelegenheit der vier Rennpferde, die der Elektronik mit Händen und Füssen Beats und Tunes entlocken, gehüpft und gesprungen. Vor dem Konzert um 20:30 kannst du am Talk erfahren, wie man eine Guggenheim Box baut. Und nach dem Konzert gleich selber auf der Wundermaschine jammen. Zieh was Warmes an – wir geniessen den Garten so lange wir können!

Danach geht’s ab 22:00 im Container weiter mit Casiofieber. Vree und Nora machen Pop, Punk, Elektro, trivial trash aus den untötbaren Billig-Samples ihrer Casios. Da stehn sie am Brett und schmeissen sich hinein in die Sphären ihrer gebastelten Welten. Sie bauen sich ein Haus, stehen am Fluss und fragen sich: Kommt da noch was oder wars das? Sie beerdigen die Liebe und besingen ihre depressiven Freunde.

Mo 14.09., ab 18:00: Steinmännli bauen, Geschichten und Licht-Klang-Skulptur bei der „Arche“

 

Der Daydance war mega schön in den letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres. Nach Moira, „Die aus Zürich“ / Bernhard Parz, Chuchchepati Orchestra (wow) und Splendid geht’s heute weiter am Kunstdreieck Festival mit dem Arche-Abend in der Wunderkammer. Ab 18.00 führt Jürg Baruffol vor seiner Arche-Ausstellung am Pavillon einen Steinmännli-Workshop für Gross und Klein durch. Um 20:00 lesen Simon Brühlmann und Yvonne Bhimani je eine Version der Arche-Geschichte. Erstmals taucht die Arche-Geschichte 1’700 v.Chr. im Gilgamesh Epos in Mesopotamien auf und wird seither von Religion zu Religion weitergetragen, zuletzt ins Alte Testament und in den Koran. Simon liest die erste niedergeschriebene Version aus dem Zweistromland; Yvonne jene aus dem Alten Testament.
Schliesslich präsentieren der Klangkünstler Robert Epprecht und Skulpteur Jürg Baruffol zum Ausklang um 21:30 ihre Licht-Klang-Skulptur.

Das ganze Programm: https://zürinord.org/

Heute ab 19.00 – Noise! Film, Talk und Konzerte

Was für ein romantischer Event gestern! Der Garten war so wunderschön mit der Musik und der Literatur. Heute geht’s weiter mit Noise – mit Film, Artist Talk und zwei Konzerten. Den Film über den Noiser Joke Lanz „My life is a Gunshot“ (Regisseur: Marcel Ramsey) zeigen wir um 19.00 im Garten und sprechen danach mit allen anwesenden Künstlern über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der experimentellen elektronischen Musik.
Danach hören wir sie im Container gleich selber: Charlotte Hug / Joke Lanz mit „Opposite Opponents“ und Dave Phillips mit seiner „live action“. Noise so präzise, elaboriert, explosiv und reflektiert wie’s überhaupt geht.