So 17.12., 17.00: Märchenabend

Das letzte Wochenende war vollgepackt mit performativer Kunst unterschiedlichster Disziplinen. Am Stereoskop Performance Festival verfolgte das zahlreiche Publikum  aufmerksam die expressiven Reflexionen zum Thema „Simulation“ mit Fragen rund um Identität und Zuschreibung. Still, fast besinnlich waren dagegen am Samstag der Film und die Lieder von Baboon, die die Geschichte Ophelias und der sie umgebenden männlichen Machenschaften besang; nun lebt der Geist der schönen Toten definitiv im Container weiter.

Geister, Feen, Elfen, Hexen und andere seltsame Gestalten sollen auch nächsten Sonntag den Container beseelen: Am Märchenabend schauen wir ab 17.00 Märchenfilme und horchen euren mitgebrachten Lieblingsgeschichten. Der Container verwandelt sich mit Matrazen und Sofas in den Palast aus 1001 Nacht, den der Duft von Chaitee und Glühwein durchzieht.

Nehmt also eure liebsten Märchen mit, als Film oder Text, und wir feiern zusammen die Fantasie, das Wunder und das Gute beim gemütlichen Beisammensein.

Und hier noch einige Impressionen vom letzten Wochenende:

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Sa 09.12. ab 17.00: Arealführung, Grillen und melancholische Lieder von Baboon

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Am Samstag 09.12. netzwerken wir für die Nachhaltigkeit und geniessen die Wunderkammer mit Grill, Glühwein und melancholischen Liedern von Baboon. Der monatliche Stammtisch von Transition Zürich macht diesmal in der Wunderkammer halt – eine Gelegenheit, den Initiativen und Vereinen von Transition die Wunderkammer, deren Ziele und Möglichkeiten zu präsentieren. Natürlich sind auch Nichtmitglieder von Transition zu Führung und Grill eingeladen, um von den neusten Entwicklungen auf der Brache zu erfahren. Gerade für die Nachbarschaft könnte es interessant werden: Mit dem Holzpavillon wird es ja bald viel Platz für Organisationen aus dem Nachhaltigkeits-, dem digitalen und Kunstbereich geben, ein co-working-space schafft Platz für Arbeitsplätze in einem kreativen Umfeld. Auch ist der Stammtisch eine Chance, Transition Zürich und dessen Mitglieder kennen zu lernen. Nach der Arealführung um 17.00 haben wir eine Stunde Zeit für Fragen und Antworten. Und weil die Wunderkammer bekannterweise die Geselligkeit fördert, grillen wir nach dem Q&A an der Feuertonne (natürlich auch vegan).

Um 20.30 entführt uns die Zürcher Liedermacherin Baboon mit Gitarre und Film in ihre Welt: Melancholische, manchmal heftige Klage-, Liebes- und Protestlieder thematisieren auf sehr persönliche Art das Aufstehen nach einer Niederlage, die Freaks und Ausgegrenzten dieser Welt, Einsamkeit, Verlust und innere Verrücktheit, aber auch Sehnsucht, Hoffnung und Freundschaft. Für die Wunderkammer hat Baboon ein spezielles Shakespeare-Set zusammengestellt. Zum ersten Mal thematisiert (wie dutzende andere vor ihr) eine Künstlerin in der Wunderkammer unsere wunderschöne Ophelia, deutet Beweggründe und Umstände ihres Todes.

17.00: Führung übers Areal, Einführung in die Projekte
18.00: Questions and Answers in der Bar / Container
19.00: an der Feuertonne Würste braten und Glühwein trinken (auch vegan)
20.30: Konzert mit der Zürcher Liedermacherin BABOON

Website von Transition Zürich
Website von Baboon

Fr 08.12., 17:00: Stereoskop Performance-Festival III „Simulation“

Das dritte Stereoskop Performance Festival unter dem Titel „Simulation“ wird spektakulär – bereits der Weg dahin war es: Die Message Salon Embassy im Hunziker Areal / „Mehr als Wohnen“ hat spontan eine Partnerschaft vorgeschlagen und so performen die Embassy-Residents DIVAS diesen Samstag im Rahmen des Stereoskop-Festivals. Dann ist auch noch Karyna Herrera wegen einer Verletzung ausgefallen und wird nun durch Sara Koller ersetzt.

Das Resultat ist einmal mehr ein reflektiertes, sehr konzeptuelles Programm, das existentielle Fragen rund um Identität, Projektion, Kunst und – wie langsam beim Stereoskop üblich – um überkommene und neue Genderrollen und den schwierigen Weg dorthin aufwirft. Auch die DIVAS (Magda Drozd, Aga Pedziwiatr, Rafal Pierzynski) der Embassy präsentieren eine (katastrophische) Simulation von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unter dem Titel „different kind of danger“.

Programm

17.00 Alexandra Feusi – Übermensch
19.00 Andri Schatz – breaking binding sex pattern
19.30 Bot Anics – Hollowgram
20.10 Sara Koller – Reynolds number
20.45 Princess D – D is for Drive. M is for Magenta. F is for Fabulous.
21.30 DIVAS – different kind of danger

Den Abend begleiten werden Jeanne-Vera Bourguignon und Laura Curatolo mit ihrem Stick N‘ Poke Beitrag. Wer seiner Familie also noch eine kleine Weihnachtsüberraschung machen will, sollte sich das nicht entgehen lassen!

Stereoskop: https://www.facebook.com/stereoskopperformance/
DIVAS: https://www.facebook.com/DIVAS-741990849276301/
Message Salon Embassy Zürich Nord: https://www.facebook.com/madamelamabassadeur/

Übrigens ist der Container geheizt und diesmal werden sämtliche Performances im Innenraum stattfinden – dies zu eurer Beruhigung  😉

Wir bauen wieder

Eine schöne Party war’s mit der message salon embassy von Esther Eppstein – tolle DJs vom Hunziker, nette Leute, gute Stimmung. Ninutsa und Sandro – die heimkehrenden residents der embassy – haben uns versprochen wiederzukommen, nach Zürich und dann natürlich auch in die Wunderkammer.

Nun bauen wir wieder! Es scheint eine Regel zu sein, dass die Wunderkammer nur baut, wenn’s kalt und nass ist; beim Container letztes Jahr war es jedenfalls ebenso. Die Position des Pavillons mussten wir leider wegen des Elektrokastens verschieben, sodass das ganze auf dem Areal gelagerte Holz verschoben werden musste. Zum Glück haben wir so gute Nachbarn; der Gabelstapler der Firma Eberhard von der Baustelle nebenan half uns bei der schwierigen Aufgabe. Und an der Front dabei natürlich wieder unser Vorstandsmitglied Christian!

(Auf ein Foto klicken, um die Galerie anzuschauen)

Während Christian und der Staplerführer 50m3 Holz verschoben, kamen die  Zivilschützer mit einer Ladung Spanplatten von der Shedhalle der Roten Fabrik. Sowas nennt man 1. Solidarität zwischen Kunstprojekten und 2. AKTIVE staatliche Kulturförderung und Umweltschutz! Denn weggeworfen wird bei uns nichts. Ihr seid hammer, Jungs!

Kaum war das Feld frei, kamen der Bagger und die BaggerführerInnen an: Amanda, Andrea und Andi baggerten wohl die geradesten und schönsten Kanäle des Kantons. Denn unser Pavillon braucht Füsse, um fest in der Wunderkammer zu stehen – keine schlechte Idee bei so viel TräumerInnen und Träumen!

Die Wunderkammer macht nun eine kleine Kulturpause. Im Dezember geht’s weiter mit dem beliebten Performance-Festival von Wassili und Martina. Derweil bauen wir weiter für euch! Im Takt des

(klick drauf)