Ausstellung Do-Sa 09.-11.12.21, 17.00-24.00: „Kultur am Stadtrand“

Am Stadtrand kommen Stadt und Agglomeration zusammen, prallen zwei Welten aufeinander. Vier Künstler:innen beschäftigen sich mit Ort, Identität und Aussage in der Zwischenwelt.

Die „Agglo“ – nicht Land und nicht Stadt, eine Zwischenzone mit eigener Identität, die wir zu (er)kennen glauben. Jürg Klingler und David Monllor nähern sich figurativ und naturalistisch diesem Phänomen, der eine präzis und detailgetreu mit meist menscheleeren Impressionen, der andere in groben Strichen auf der Spur der menschlichen Natur.

Von den Winterthurer „Jungen Wilden“ der 80er Jahre inspiriert begleitete die Malerei den 1960 geborenen Maler Jürg Klingler ein Leben lang, intensivierte sich aber erst in den letzten fünf Jahren. Alltagsszenen, Menschen, Blicke, Tätigkeiten – v.a. die naturalistisch festgehaltenen Menschen faszinieren den Künstler. Menschenleer sind dagegen die Landschaften und sub/urbanen Szenen des Aarauers David Monllor. Schon mit zwölf Jahren kommt der 1987 geborene Künstler mit der Graffiti-Szene in Kontakt, die ihm Reisen ermöglicht, bei denen er unzählige Wände gestaltet. Vor acht Jahren wendete sich der Autodidakt vollständig der Ölmalerei zu.

https://j-klingler.art
http://www.davidmonllor.ch/

Mit der Video-Arbeit «Tales of Another Felt Sense of Self» nimmt die Zürcher Elektronikerin IOKOI aka Mara Miccichè an der Ausstellung zur Kultur am Rande der Stadt teil. Die Arbeit erschien im März 2021 als sinnesübergreifendes Werk (audio (IOKOI) / video-series (Michele Foti) /art book/room scent) auf dem Schweizer Label für experimentelle und elektronische Musik –OUS, zu dessen Gründer:innen sie zählt. Drei Jahre arbeiteten die drei Künstler zusammen, „shaped by the decomposition of self and its recomposition into new forms of expression“. Mara Miccichè erwarb sich an der Zürcher Hochschule der Künste den Master of Arts Musik und ist mehrfach ausgezeichnet.

http://www.iokoi.net
Interview zum Kunstwerk: https://www.magazinesixty.com/iokoi-qa/

Die 1998 in Trieste geborene und nun in Pfaffhausen wohnhafte Chiara Turel trägt ein eigens für die Wunderkammer angefertigtes Videomapping zum Programm bei, das die Fassade des Containers zum Leben erwecken wird. Seit Jahren liegt dort Ophelia schön und tot im Seerosenteich, ein Spielball der politischen Mächte. Doch nun geschieht mit Shakespires Wasserleiche Ungeahntes – Ophelia Rising! Chiara Turel ist Illustratorin und absolviert das letzte Jahr des Bachelors Kunst und Medien an der Zürcher Hochschule der Künste.

Das Videomapping findet nach dem Podium am Donnerstag statt.

https://www.behance.net/chiaraturel

Do 09.12.21, 19.00: Podium „Welche Kultur am Rande der Stadt?“

Wie sieht ein urbanes Zentrum aus, wie fühlt es sich an? Welche Rolle spielen dabei Kunst und Kultur? Wollen wir überhaupt zum urbanen Zentrum Seebach werden? Der letzten Sonntag angenommene kommunale Richtplan definiert Leutschenbach und Seebach als Verdichtungsgebiet und neues Nebenzentrum. Die Ausnützungsziffern sind klar, doch wie steht es um den Sozialraum, wer definiert diesen und wer prägt ihn?

Da Paul von Euw (Kantonsrat SVP) seine Teilnahme am Montag kurzfristig abgesagt hat, fokussieren wir mit den neuen Podiumsteilnehmern Christian Häberli (IG Grubenacker/ Gemeinderatskandidat AL) und Albert Frölich (Quartiervereinspräsident Seebach) verstärkt auf unsere Nachbarschaft und deren sozialräumliche Einbettung in die kommunale und kantonale Entwicklungsstrategie.

Auf dem Podium sprechen:

Judith Stofer, Kantonsrätin AL
Christian Häberli (IG Grubenacker/Gemeinderatskandidat AL)
Albert Frölich (Quartiervereinspräsident Seebach)
Etrit Hasler, Pro Kultur Kanton ZH
Moderation: Anna Graber (Café des Visions)

Nach dem Podium:
DJ Hans ohne Gret
Video-Mapping Chiara Turel „Ophelia rising“

Zertifikat und Ausweis werden kontrolliert. Konsumiert wird nur an den Tischen unserer hübschen Bar; die housigen Beats unseres DJs Hans ohne Gret befördern das beschwingte Diskutieren, keinen Tanz.

So 05.12.21, 17:00 Wunderkammer Jam Session

 

Liebe Musikerinnen und Musiker, wir freuen uns auf Euch. Bitte Instrumente mitbringen.
Vorhanden sind ein PA, Miks, Fender SuperChamp X2 (für Gitarre), kleines Drum Set.

Selbstverständlich ist auch geneigtes Publikum willkommen!

*** Für die Teilnahme ist das Covid-Zertifikat (3G) und ein Ausweis erforderlich ***

Nächste Termine:

Sonntag 05.12.21 ab 17:00    Erste Veranstaltung – Eintritt frei
Samstag 18.12.21 ab 17:00   

Erste basic Songliste (IT-ler Alex wird sicher noch was Netteres coden) Tragt was ein!

http://www.tabble.de/show.jsp?id=tbr-667edd9d-9771-4994-8aa4-e31a39fc42ee

09.-11.12.21: Festival Kultur am Stadtrand

Wunderkammer präsentiert:
Kultur am Stadtrand. Ein interdisziplinäres Festival mit Politpodium
Do-Sa 09.-11.12.2021
 
Seit fünf Jahren bringt die Wunderkammer urbane Kultur an den Stadtrand – darüber sind nicht immer alle glücklich. Drum eröffnen wir den Diskurs und diskutieren/präsentieren drei Abende lang Kultur vom und am Stadtrand.
 
Do 09.12.2021, 19:00
„Welche Kultur am Rande der Stadt?“
Judith Stofer, Kantonsrätin AL
Paul von Euw, Kantonsrat SVP
Etrit Hasler, Pro Kultur Kanton ZH
Moderation: Anna Graber
DJ Hans ohne Gretel
Video-Mapping Chiara Turel „Ophelia rising“
 
Fr 10.12.2021, 19:00
Skarabaeus (live Elektronik-Ska)
Jah B Selector (Reggae)
 
Sa 11.12., 19:00
STAHL (modular Synthesizer)
Fizz Intolerance (dr/git/b, Elektronik)
Relheo (Melodic House / Elektronik)
 
Ausstellung 09./10./11.12., 15:00-24:00
Gemälde Jürg Klingler / David Monllor „Agglo“
Video/Elektronik IOKOI „Tales of Another Felt Sense of Self“
Installation „Klangkleid“ im Birkengarten, Studierende Studio Elli Mosayebi / ETH

Wir müssen leider Zertifikat und Ausweis kontrollieren.

Bild und Plakat: Jürg Klingler aus seiner Serie „Agglo“
https://www.facebook.com/profile.php?id=100010173069964