
Sa 03.06.2017, 20.00: Le String Blö +++ DJ Repos



Vom Eckzimmer der Roten Fabrik in die Wunderkammer: Die Sonntagskonzerte Alex Rivas machen in der Wunderkammer Halt und präsentieren zwei sehr unterschiedliche Exponenten der experimentellen Musik. Der türkisch-französische Cellist Anil Eraslan vereint in seinem Repertoire Neue Musik, Improvisation, Jazz sowie traditionelle türkische Musik in einem neuen Ganzen. Paolo Gàiba Riva (a.k.a. pgr) bedient sich der Klarinette, seiner field recordings, des no-input mixers und anderer Elektronika, um mit Vorliebe die sehr leisen und sehr lauten Regionen des Soundspektrums auszuloten.
Das frühe Sonntagskonzert lässt uns nicht nur den Montag beschwingt in Angriff nehmen; die warmen Temperaturen verführen auch dazu, die Stille des Sonntags-Wunderkammer-Parks in bester Gesellschaft zu geniessen.
Impressionen vom Konzert:
Anil Eraslan
https://youtu.be/N_HDkVxVQ8w

Der Zürcher Jazz-Saxophonist Tobias Meier trifft im Container auf dem Berliner Gitarristen und Philosophen Nicola Hein und dessen präparierte Gitarre. Ihr Zusammentreffen wird explosiv – präsenter und schneller Jazz Noise, performativ, improvisiert und intensiv. Offensichtlich hat die Berliner residency Tobi stürmisches Neuland betreten lassen – wir freuen uns auf ganz neue Töne! Vor und nach dem Konzert beglückt uns DJ Repos mit einem erlesenen Jazz-Set.
Letzten Samstag entführten uns Zoë und Rolf in eine fremde, entrückte Welt von skurriler Schönheit – der Zusammenschnitt auf youtube lässt euch die Intensität der Performance erahnen.

In der Wunderkammer wird die Interdisziplinarität gelebt und gepflegt – so auch nächsten Samstag: Zoë Darling erschafft mit und aus der elektronischen Musik Rolf Gislers ein poetisches Narrativ mit theatralischer Präsenz. Den skulpturalen Ausdruck bringt sie aus der bildenden Kunst mit, dessen Intensität formt sie aus dem Zusammenspiel mit den industriell-kühlen experimentellen Loops und Drones Rolf Gislers. Vor und nach der Performance erfreut uns DJ Tarpit mit erlesenen Experimental-Stücken.
Das intensive, zuweilen gespenstisch anmutende Schauspiel lassen wir danach in der Stille setzen und lassen das urbane Ambiente unseres neu mit Birken bepflanzten Sitzplatzes auf uns wirken. Umgeben von den Türmen Leutschenbachs sitzen wir um die Feuertonne und erzählen uns Geschichten. Schön, dass der Frühling da ist.