Nur eine Mauer steht da, wo heute die lauschige Bar im Container zu Kultur und Geselligkeit lädt: Die Wunderkammer 2015
Es scheint wie ein halbes Jahrhundert und doch ist es erst sechs Jahre her, dass die Liegenschaften und der Verwaltungsausschuss Opfikon das Nutzungskonzept der Wunderkammer angenommen haben, der Verein gegründet wurde und die Container aufs Areal kamen. Die Nachbarschaft kam ans going public, die ETH stellte ihr Arealmodell vor und die ersten Veranstaltungen fanden in der Baustelle der Bar statt. Auf einer Brache, die Wunderkammer hiess, und in der ein Experiment stattfinden sollte – mit vielen Playern, Interessen und Projekten.
Über all die Jahre hat Gründerin Vesna Tomse die Geschehnisse mit ihrer Kamera dokumentiert. Im Ciné Club Wunderkammer lassen wir nun wie gewohnt öffentlich und partizipativ die Jahre Revue passieren. In der ersten Folge beschäftigen wir uns mit der Gründung sowie ersten baulichen und Veranstaltungsschritten.
Klar darf auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen: Das Buffet freut sich auf dich und deinen Beitrag!
Die Créatrices, der Zürcher Verbund kreativer Frauen, kommt nach Leutschenbach, ins Schützenhaus und die Wunderkammer, um einen feministischen Blick aufs Quartier zu wagen. Maarit Ströbele, Politikwissenschaftlerin, Raumplanerin und Redakteurin beim Hochparterre, und Vesna Tomse, Stadtsoziologin und Gründerin der Glattparkbrache / Wunderkammer, führen durch das durchmischte Quartier im Werden, das gleichzeitig Gartenstadt, Gewerbe, Büro-City und neu auch Wohnquartier ist.
Wir starten beim Schützenhaus im Grubenacker, wo Madleina Perl von der IG Grubenacker und Initiantin des Quartierhauses Schützenhaus Geschichten aus dem Grubenacker und zur Thurgauerstrasse West erzählt. Auf dem Spaziergang und anschliessend im Salon in der Wunderkammer beleuchten wir die Quartierentwicklung unter besonderer Berücksichtigung der Kultur. Wie funktioniert praktischer Städtebau heute und was tragen feministische Perspektiven dazu bei? Wie wird versucht, dies zu erreichen, was funktioniert und wo gibt es Brüche?
Urbanisierung im suburbanen Kontext heisst immer auch eine Modellierung frauengerechterer Lebensräume. Werden also Care-Orientierung, reproduktives Commoning oder Gemeinschaftsprojekte für einen alltagstauglichen Sozialraum in Leutschenbach umgesetzt? Gibt es einen geteiltem öffentlichem Raum mit Möglichkeiten des sozialen Austauschs, Freiräume, die sicher, zugänglich, attraktiv und mit der nötigen Infrastruktur (sanitäre Anlagen, Bänke etc.) ausgestattet sind? Wie steht es um die 15-Minuten-Stadt?
In der romantischen Bar der Wunderkammer genehmigen wir uns danach einen Glühwein, nach der gemeinsamen Diskussion ein feines Kürbissüppchen im Birkengarten am Feuer. Vesna hat aus Istrien sogar einen hausgemachten geräucherten Ziegenkäse mitgebracht…
Lange haben sie sich im Co-Working Space über der Bar eingerichtet und nun ist es endlich so weit: Die „Kirche im Glattpark“ eröffnet am Fr 04.11. ab 18:00 ihren Raum in der Wunderkammer! Wir freuen uns auf den Neuankömmling und auf ihre Projekte. Neben den Spielnachmittagen der Jungschi und den Meditationen hat das Team auch sonst viel vor (hoffentlich auch etwas Kultur 😉 ) Jedenfalls haben sich Rita, Vroni und Alain schon gut eingelebt – jetzt ist es Zeit, dass auch andere ihren schönen Raum im Co-Working entdecken und von ihren Plänen erfahren – während der Vorstellung oder beim Apéro danach. Z.B. du ☺️
Der vierte Quartierentwicklungsstammtisch geht ins altehrwürdige Gewerbehaus Oerlikerhus an der Thurgauerstrasse. Wir diskutieren die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Gewerbes in Leutschenbach, ihre Sorgen und Wünsche. Aber auch über die Angebote, die wir uns wünschen. Sei dabei!
Es diskutieren:
– Christian Huser (Präsident Wirtschaftsraum Zürich Nord) – John Huizing (Künzle Druck), Gastgeber und geschäftsführender Inhaber – Stephanie Schaffner (Brauerei Oerlikon), Mitglied des Verwaltungsrates – Jannis Morgenthaler (Brauerei Oerlikon), Geschäftsführer