Di 24.04., 18.00: 3. Quartierentwicklungsstammtisch mit Christian Häberli / IG Grubenacker

 

Die Stadt Zürich boomt: Allein in Seebach werden bis 2035 40% mehr Menschen wohnen. Auch in und um Leutschenbach wachsen die Hochhäuser – nicht zur Freude aller. So will entgegen dem Wunsch der Grubenacker-BewohnerInnen die Stadt entlang der Thurgauerstrasse Hochhäuser für 2000 Menschen bauen. Die Bewohnerschaft hat sich in der IG Grubenacker zusammengeschlossen und möchte bei der Gestaltung der städtischen Siedlung Thurgauerstrasse West mitreden. Präsident Christian Häberli stellt im Rahmen des Quartierentwicklungsstammtisches die Ideen der IG Grubenacker vor – und zur Diskussion!

Das Grubenackerquartier am Rande Leutschenbachs wird sein Gesicht in den nächsten Jahren grundlegend ändern. Zu den heute etwa 500 EinwohnerInnen sollen in der städtischen Überbauung „Thurgauerstrasse West“ (im Modell blau) rund 2000 dazukommen; die Zugezogenen werden die neuen Gebäude und Hochhäuser besiedeln, die auf dem heutigen Schrebergartenareal gebaut werden sollen (im Modell rot umrahmt). Damit wird das Grubenackerquarter innert weniger Jahre von einer Vorstadt-Gartensiedlung zu einer Bebauung mit innerstädtischer Dichte.

Was heisst das für das Quartier? Was könnte das für die bauliche Entwicklung des bereits gebauten Quartierteils heissen? Wie können die jetzigen Quartierbewohnenden mitgestalten? Können sie nur zuschauen wie die bisherige Lebens- und Wohnqualität durch eine andere ersetzt wird?

Eine der zentralen Einwendungen der IG Grubenacker zu den Gestaltungsplänen „Thurgauerstrasse West“ ist die Forderung nach einer Planung, welche eine ausgewogene Entwicklung im ganzen Bereich zwischen Thurgauerstrasse, Schärenmoosstrasse, Bahnlinie und Eisfeldstrasse ermöglicht. Die ausgewogene Entwicklung konkretisiert die IG in der zweiten Forderung nach einer quartierverträglichen Überbauung. Das heisst Verzicht auf die geplanten Hochhäuser und eine massive Senkung der vorgesehenen Ausnützungsziffer. Dazu kommt als dritter Punkt die Forderung nach Freiräumen sowie dem Erhalt der bestehenden Baumbestände und Gebäude im Gestaltungsplangebiet.

Vor der Präsentation von Christian Häberli gibt uns Quartierbewohner und Biologe Hans-Pietro Eugster einen Input zum Thema Gesundheit, Glück und Dichte. Dabei wird fragmentarisch der Übersichtsartikel eines Chemikers und Umweltberaters präsentiert und kurz auf eine relevante Studie zum Thema eingegangen.

Mit den Forderungen nach einer übergeordneten Planung und dem Verzicht auf Hochhäuser sind die BewohnerInnen des bestehenden Quartierteils nicht allein. Vertreter von Wohnbaugenossenschaften äussern ebenfalls Einwände gegen die geplanten Hochhäuser. Zeit also, Ideen auszutauschen und gemeinsame Positionen auszuarbeiten.

Die Veranstaltung findet im Container statt, direkt neben der Haltestelle „Glattpark“ des 10er/11er/12er Trams

Anfahrt

Fr. 06.04., 20.00: Trrma (dr/synth, IT) + Mimi Kawouin (electr., FR)

Es wird befreiend laut, richtig laut, wild, experimentell, improvisiert und auch durchaus  lustig: Am nächsten Freitag dröhnen zu unserem Vergnügen die Impro-Elektronik-Noise-Projekte Trrma‘ und Mimi Kawouin in der abgedunkelten Wunderkammer.

TRRMA‘ sind die italienischen Musiker Giovanni Todisco (Perkussion) und Giuseppe Candiano (Synth), die mit ihrem eklektischen Mix aus afrikanischer und symphonischer Perkussion umrahmt vom analog modular Synthesizer an archaische Tänze erinnern, kombiniert mit Scifi und distopischen Gefühlen. Ihre Inspirationsquellen sind die elektroakustische Musik, Grindcore, Japan Noise, mediterane und symphonische Musik.

https://soundcloud.com/trrma-573724885/trrma-impro-2
https://soundcloud.com/trrma-573724885/trrma-impro1
https://www.youtube.com/watch?v=9dhi6iUALw0

Die seltsame Kreatur Mimi Kawouin wirft mit ihren modifizierten elektronischen Geräten das Publikum in eine lärmige und chaotisch immersive Erfahrung. Zwischen Mini-Songs à la Sesamstrasse-Noise und handgemachten rhythmischen Explosionen oszilierend, beschert uns Mimi Kawouin eine befreiende Katharsis – hypnotisch, lustig, spielerisch und messy.

https://ikiktikikipik.bandcamp.com/
https://www.youtube.com/watch?v=rJ6XWSFhh9o

Bau-Festival 22.06.-29.07.18: Call for artists!

 

Die Weidenkätzchen im Zauberwald spriessen und bald auch unser Holzpavillon, der auf der Kiesfläche neben dem Container ¨überwintert hat. Während dem Baumonat vom 22.06. bis zum 29.07. bauen wir nicht einfach den Pavillon auf – wir feiern ihn! Tagsüber erschaffen wir ein Baukunstwerk der Waste Architecture (Architektur aus rezykliertem Baumaterial); abends und nachts öffnen wir den Container und veranstalten Kunst in all ihren Formen – Musik, Performances, Literatur, Film, Tanz. Kunst am BauEn halt 🙂

Es sind also 38 Abende zu bespielen! Schaffen wir das?

Die Wunderkammer ruft alle artists zur Unterstützung!
Melde dich, falls du ein abendfüllendes Programm hast, das du während des Bau-Festivals präsentieren möchtest: vereinwunderkammer@gmail.com

First come, first serve – wer zuerst kommt, kriegt die besten Daten 😉

25.03., 18:30: Sonntagskonzert No.4 mit Maresuke Okamoto + Alex Riva

 

Nächsten Sonntag ist es wieder so weit: Die Sonntagskonzerte starten in die neue Saison, wie immer mit zwei improvisierten Solos und einer Suppe. Die Solisten sind:

MARESUKE OKAMOTO benutzt  den Kontrabass, der im Jazz gewöhnlich eine Begleitrolle spielt, schon seit 1982 für Soloauftritte in der japanischen Szene. Dabei säbelt Maresuke Okamoto mit tänzerischer Leichtigkeit dichte Miniaturen, Verflechtungen, halsbrecherische Wendungen aus seinem Instrument. Seine eruptive Spielweise entfaltet eine nicht durch Mainstream oder musikalische Moden verfälschte Dramatik.

ALEX RIVA spielt zum ersten Mal seine Plastikblockflöte mit Kontaktmikrophon solo. Die Kollateralgeräusche des Flötenspiels wie Finger- und Zungenschläge treten in den Vordergrund. Das Instrument selbst wird zum Mikrophon, das die auftreffenden Klänge dem Zittern des Plastiks einverleibt und verwandelt. An Feedbacks wird es nicht fehlen.


Türe und Suppe: 18h
Konzerte: 19h
Maresuke Okamoto, Kontrabass solo
https://maresuke.bandcamp.com/album/maresukes-songbook
Alex Riva, flûtàbeckélec
https://alexriva.noblogs.org/